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Twitter: Warum ich mich heute von über 200 Freunden getrennt habe.

Ja. Trennung tun weh. Trennung fallen schwer. Und doch sind sie manchmal notwendig.

Ich habe mich heute von 200 Freunden getrennt. In Twitter.

Das klingt zunächst einmal hart. Aber schauen wir uns an, was das eigentlich heißt.

Durch die Sozialen Netzwerke wird jeder Kontakt zum „Freund“. Egal ob Kunde, echter Freund, Magazin, Rockstar oder die Pizzeria um die Ecke. Auf Facebook fragen wir direkt: „Willst Du mein Freund sein?“. Auf anderen Portalen verlinken und verxingen wir uns. Und auf Twitter folgen wir.

Nun gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Twitter und all den anderen Tools.

Twitter ist eigentlich weniger ein Soziales Netzwerk, es ist mehr ein Nachrichtendienst, der uns erlaubt, Nachrichten in gekürzter Form in die Welt hinaus zusenden. Aber damit wir gelesen werden und auch die Nachrichten unseres Interesses einfach verfolgen können, vernetzten wir uns auch bei Twitter.

Wer mich interessiert, dem folge ich. Über den Button „Folgen“ verbinde ich mich mit ihm.

Und erwarte, wie bei einem Sozialen Netzwerk, dass er ebenfalls zu meinem Follower wird.

Follower sind diejenigen, die meine Nachrichten abonnieren, in dem sie mir „followen“.

Kurz: Ich interessiere mich für Dich, also interessiere Du Dich bitte auch für mich.

So in etwa lautet eines der Grundprinzipien von Twitter.

Nun habe ich bei den fast 2300 Leuten, denen ich gefolgt bin, etwa 200 dabei gehabt, die mir nicht zurückfolgten. Ja, gibst denn sowas? Wie unverschämt ist das denn?

Keine Sorge. Das ist recht normal und hat nicht zu bedeuten, dass der andere sie nicht mag. Es gibt viele mögliche Gründe, warum ein anderer Ihnen oder eben mir nicht zurückfolgt:

  • Falsche Sprache: Ich bin durchaus an Nachrichten in englischer Sprache interessiert. Kann aber kaum erwarten, dass eine Person aus den USA mir folgt, wenn sie meine Nachrichten in deutscher Sprache nicht verstehen kann.
  • Magazine: Zeitungen und Magazine haben heute fast alle auch einen Twitter Account. Die meisten von Ihnen sind jedoch nicht an einer  Interaktion interessiert und bleiben bei der einseitigen Beziehung. Wir dürfen und sollen ihnen folgen, um ihre Nachrichten zu konsumieren, aber sie folgen nicht zurück. Das ist schade, aber verständlich. Warum sollten sie sich für meine Nachrichten und die der tausenden von anderen Lesern interessieren? Ich bin aber der Meinung, dass es eine Wertschätzung für den Leser wäre, die Followerschaft einfach bestätigt zu bekommen. Das wir gelesen werden, erwarten wir nicht, aber das wir geschätzt werden, das wollen wir.
  • Politiker: Ganz ähnlich wie die Magazine verhalten sich viele Politiker. Das ist für mich nun wirklich unverständlich, sollte ein Politiker doch unbedingt den Kontakt zur Wählerschaft suchen und aufbauen. Aber vielleicht hab ich da ja was falsch verstanden.
  • Sonstige: Es gibt viele weitere mögliche Gründe. Und oft war ich an den Nachrichten interessiert und dachte mir, na gut , dann ist es eben eine einseitige Kommunikation. Meine Entscheidung.

Warum habe ich mich also heute entschieden, mich doch von all denen zu trennen, die mir nicht zurückfolgen?

Im Übrigen möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Begriff „Freunde“ nicht wirklich passend ist. Hier geht es rein um Nachrichtenübermittler, um Verbindungen innerhalb eines Portals mit eher wenig persönlichem Kontakt. Der ein oder andere ist auch ein Freund. Aber dann gibt es ehrlich gesagt auch einen Kontakt außerhalb von Twitter.

Ich habe mich also nicht wirklich von 200 Freunden getrennt, sondern meinen Twitter Account aufgeräumt.

Der Hauptgrund ist ganz einfach: Twitter hat diverse Restriktionen eingebaut, um einem Mißbrauch der Plattform durch z. B. Spammer vorzubeugen. Unter anderem muss es ein bestimmtes Verhältnis zwischen „Folgen“ und „Gefolgt werden“ geben.

Twitter:Das Verhältnis Following zu Follower muss stimmen

Und da mir über 200 Leute oder Accounts nicht zurückfolgten, hatte ich diese Grenze erreicht. Somit konnte ich neuen Interessierten, die mir folgen, nicht zurückfolgen. Damit das wieder machbar wird, habe ich aufgeräumt und mich heute von 200 „Freunden“ getrennt.

Fazit: Wenn Sie bei Twitter an diese Grenzen stoßen, schauen Sie sich einmal Ihre Follower und „Nicht-Follower“ an, vielleicht können Sie sich von dem ein oder anderen trennen und so Raum schaffen für neue Verbindungen.

P.S: Gerne dürfen Sie mir auf Twitter folgen. Ich folge auch zurück! Nur Spammer und Angebote mit „adult pictures“ mag ich gar nicht.

Über Maren

Marketing Beraterin und Macherin, spezialisiert auf Marketing für IT-Produkte in Deutschland. Mit einer großen Leidenschaft für Social Media.

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