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Neue Serie: Datenschutz geht uns alle an! Teil 1: Google Analytics

Datenschutz ist in diesen Wochen aktueller denn je und ein Thema für alle.

Nicht nur Unternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein („Facebook Verbot“) oder in Hamburg (Google Analytics) müssen sich damit auseinandersetzen, ob ihre Webseiten dem deutschen Datenschutzrecht gerecht werden.

Ich will es einmal ganz einfach ausdrücken:

  • Es ist nicht zulässig, Daten des Webseiten Besuchers ohne sein Wissen zu erfassen und weiterzugeben.
  • Es ist nicht zulässig, IP Adressen vollständig zu erfassen, um den Besucher eindeutig zu identifizieren.

Viele von uns nutzen Google Analytics. Und irgendwie denken wir, wenn es uns doch angeboten wird und alle es machen, dann wird es schon in Ordnung sein. Nein. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Google Analytics in seiner alten Form zu nutzen, verstösst gegen das Datenschutzgesetz. Immerhin hat Google sich nach langen Gesprächen mit dem Hamburger Datenschutzbeauftragen zu einer Lösung für Deutschland bereit erklärt. Und diese Lösung, so umständlich sie sein mag, sollten alle Google Analytics Nutzer mit deutschen Webseiten wirklich umsetzen.

Noch gibt es keine offizielle Stellungnahme und Aufforderung mit Strafandrohung seitens unserer Datenschutzbeauftragen wie wir es vor kurzem im Fall von Facebook und Schleswig-Holstein erlebt haben. Aber jeder der Google Analytics in der alten Form nutzt, verhält sich nicht korrekt und muss mit einer Überprüfung und Abmahnung rechnen. Keine Sorge, es wird nicht gleich eine Strafe umgesetzt. Sie werden eher ermahnt und können mit dem Datenschutzbeauftragen sprechen.

Aber warum darauf warten? Informieren Sie sich über die Prozedur, Google Analytics auf Ihrer Webseite nach deutschen Datenschutzrecht einzusetzen und besprechen Sie die Umsetzung mit Ihrem Webadministrator. Das ist zum Wohle Ihrer Besucher und schafft Vertrauen.

Informieren Sie sich zeitnah, was Sie tun können.

Sie finden Informationen dazu bei den Landesbeauftragten für Datenschutz, eine aktuelle Liste mit allen Webseiten hatte ich schon einmal hier bereitgestellt.

Für niedersächsische Unternehmen gibt es hier Infos.

Die Prozedur beschreibt Ihnen der Hamburger Landesbeauftragte für Datenschutz in einer PDF.

Gute Beschreibungen und Stellungnahmen finden Sie auf dem Blog „Social Media Recht“ und bei eRecht24.

Und natürlich informiert auch Google selbst in einem Blogbeitrag.

Die Prozedur im Überblick:

  1. Vertrag mit Google (Sie selbst)
  2. Anpassung des Tracking-Codes (Ihr Webadministrator)
  3. Löschung der bisherigen Google Daten durch Löschen des Accounts! (Sie oder Ihr Webadministrator)
  4. Anpassung der Datenschutzerklärung auf Ihrer Webseite (Sie und Ihr Webadministrator)

Ich selbst werde die Prozedur innerhalb der nächsten Wochen durchlaufen und Ihnen davon berichten. Bin schon gespannt auf den Vertrag.

In Teil 2 unserer Serie geht es um Facebook Social Plug-ins auf Webseiten und das Impressum auf Facebook Unternehmensseiten. Bleiben Sie dran. Datenschutz geht uns alle an.

Über Maren

Marketing Beraterin und Macherin, spezialisiert auf Marketing für IT-Produkte in Deutschland. Mit einer großen Leidenschaft für Social Media.

Diskussionen

2 Gedanken zu “Neue Serie: Datenschutz geht uns alle an! Teil 1: Google Analytics

  1. Aus meiner Sicht versagt gerade, was den Datenschutz angeht weltweit die Politik. Man kann es den Bürgern eigentlich nicht zumuten sich juristisch besser auszukennen als der Staat und das wird offenbar hier und da verlangt. Große Unternehmen bewegen sich außerhalb der Gesetze und der kleine Händler sieht sich unter Druck? Das ist ein falsches Signal.

    Verfasst von Mario | 12/11/2011, 15:54
    • Ich bin auch immer wieder irritiert, was wir alles wissen sollen. Nicht umsonst muss ein Anwalt mehrere Jahre studieren, sich regelmäßig weiterbilden und für seinen Fachanwalt theoretisches Wissen und fachliche Praxis nachweisen. Selbst wenn wir als Unternehmer einen Anwalt beschäftigen, dürfte es schwierig sein, immer aktuell informiert zu sein und alle gesetzlichen Vorgaben umzusetzen. Ich finde es wichtig, dass wir Datenschutzgesetze haben, keine Frage. Aber die Anwendung sollte für jeden nicht nur einfach, sondern auch verständlich sein.
      Das Internet kennt keine Landesgrenzen. Es wird Zeit, dass der Datenschutz sich damit auseinandersetzt.
      Ich finde es gut, dass Anbieter wie Google sich bereits auf die besondere Situation in Deutschland einstellen und Lösungen anbieten. Aber warum solch ein komplexer, kaum begreifbarer Prozess für jeden Einzelnen? Wäre es nicht einfacher, die Funktionen innerhalb von Google Analytics umzusetzen, so dass alle, die das Angebot nutzen, das auch rechtskonform tun? Und hier kommt wieder die länderübergreifende Nutzung ins Spiel: Was wir brauchen sind Regeln, die weltweit gelten.

      Verfasst von Maren Köppen | 15/11/2011, 11:13

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