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Social Media für B2B – Bringt das jetzt was oder nicht? (Teil I)

Fragen über Fragen (Quelle: http://www.pixelio.de, G. Altmann)

Viele meiner Kunden bewegt noch immer die Frage, ob der Einsatz von Social Media in Ihrem Business sinnvoll ist oder nicht. „Das bringt doch nichts!“, höre ich oft. Was soll es denn bringen? Meine Frage in jedem ersten Gespräch zu Social Media Marketing ist immer die nach der Zielsetzung.

  • Social Media Portale und Tools sind ein weiteres Instrument im Marketing und sollten auch als ein solches betrachtet werden. Social Media ist vor allem ein Instrument für die Kommunikation an Kunden und Interessenten, an Lieferanten und Partner, an Mitarbeiter und solche, die es werden wollen.
  • Social Media ist in den wenigsten Fällen eine „Lead-Maschine“ und noch seltener ein Verkaufsinstrument.

Natürlich ist das – wie so oft – in jedem Fall anders. Es kommt auf Ihr Business an und auf Ihre Zielgruppe.

  • Ist Ihr Produkt eine Marke, können Sie die Markenbekanntheit über Social Media Kanäle steigern. Das funktioniert vor allem bei Konsumerprodukten.
  • Im B2B Bereich wird es schon schwieriger. Sie bieten ERP- oder CRM-Lösungen an? Da werden Sie Ihre Zielgruppe wohl eher weniger auf Facebook finden. Vielleicht sind die Mitarbeiter Ihrer Wunsch-Kunden dort aktiv, aber dann privat. Und da stellt sich die Frage, ob diese sich dann über Business Themen informieren und austauschen wollen. Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kann daher hilfreich sein, wenn Sie einfach einmal mit Ihren bestehenden Kunden sprechen und nachfragen, ob und wie sie die sozialen Plattformen nutzen.

Aber es geht ja nicht nur um Facebook. Allgemein werden heute auch Business-Netzwerke wie XING und LinkedIn zu den sozialen Netzwerken gezählt. Und deren Mehrwert für das B2B Marketing ist deutlich höher. Hier tauschen Sie sich über Business Themen aus, hier sind Informationen zum Business akzeptiert und gewünscht. Sie können Kontakte knüpfen und sich empfehlen lassen. Dennoch ist auch hier zu hinterfragen, ob Ihre Zielgruppe diese Netzwerke nutzt.

Einige Netzwerke würde ich eher als „Sharing-Plattformen“ einstufen. Diese eigenen sich nicht so gut für Interaktionen, sind aber hervorragende Plattformen, um Präsentationen (SlideShare) oder Videos (YouTube) zu veröffentlichen.

Also zurück zu der Frage:

Was bringt mir Social Media?

Auf den sozialen Plattformen präsent zu sein, bringt Ihnen Aufmerksamkeit und Bekanntheit. Besser: kann Ihnen Aufmerksamkeit und Bekanntheit bringen. Nur ein Profil anzulegen, bedeutet nicht automatisch mehr Bekanntheit. Teilen Sie Informationen, die interessant sind und einen Mehrwert bieten. Und Informationen, die interessant sind und Spaß bringen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Nachrichten weitergeleitet werden, dass Sie Fans und Follower gewinnen. Je größer Ihr Netzwerk, desto mehr Einfluss hat es auf Ihre Bekanntheit.

Wenn Sie Social Media Marketing in Ihr gesamtes Unternehmensmarketing integrieren wollen, fangen Sie ruhig klein an und machen Sie sich mit allen Portalen und Funktionen vertraut. Schauen Sie, wo Ihre Kunden sind und die, die Sie gern als Kunden gewinnen möchten. Testen Sie, welche Arten von Information am besten ankommen. Dafür können Sie sich ruhig einen bis drei Monate Zeit nehmen.

Und dann trommeln Sie. Setzen Sie Bilder, Grafiken, Videos ein. Schalten Sie Anzeigen, bieten Sie eine App an oder veranstalten Sie ein Gewinnspiel. Sorgen Sie dafür, dass Sie Aufmerksamkeit erregen. Im positiven Sinne natürlich. Eine solche Kampagne bietet sich an, wenn eine Veranstaltung ansteht oder ein neues Produkt gelauncht wird. Integrieren Sie die Social Media Kanäle in die Launch Kampagne und Sie werden feststellen, dass Sie mehr Interesse erwecken und mehr Besucher auf Ihrer Webseite erreichen als in den Kampagnen davor. Das kann Social Media bringen. Wenn Sie es denn wollen und wenn Sie dafür einiges tun.

Im nächsten Beitrag stelle ich Ihnen die Ergebnisse einer B2B Studie zum Nutzen von Social Media vor. Bleiben Sie dran, das ist sehr interesssant.

Über Maren

Marketing Beraterin und Macherin, spezialisiert auf Marketing für IT-Produkte in Deutschland. Mit einer großen Leidenschaft für Social Media.

Diskussionen

7 Gedanken zu “Social Media für B2B – Bringt das jetzt was oder nicht? (Teil I)

  1. Aufschlussreiche Hinweise! Ich werde mich damit in Zukunft mehr auseinandersetzen! Freue mich auf die naechsten Beitraege!

    Verfasst von Vincent | 17/02/2012, 23:46
  2. Auch wenn es penetrant nach Eigenwerbung aussieht, ist vielleicht folgender Artikel ganz nett:

    http://linkedinsiders.wordpress.com/2011/03/20/recruiting-2-0-branchout-facebook-linkedin-und-xing-im-praxistest/

    Hier haben wir einen Projektmanager gesucht und das nur über Social Media Kanäle.

    Eigentlich wollte ich den Blog nur über LinkedIn schreiben (da ich mich da gut auskenne), habe es aber sukzessiv auf Social Media erweitert.

    lG
    Stephan

    Verfasst von LinkedInsider | 08/02/2012, 13:42
  3. Auch ich fand die differenzierte Betrachtungsweise zwischen b2c und b2b Marketing angemessen. Ich habe dazu mal 2 nette Vorträge auf der CRMexpo gehalten. Der provokante Titel: Social Media – Ich kann es nicht mehr hören! Version 1 2010 und Version 2011. Während es in 2010 noch darum ging Praxisbeispiele im b2b zu finden, ging es in 2011 eher darum, wie betreue ich denn nun die Geister, die ich rief.
    Denn nicht jeder Mittelständler ist bereit, einen Dienstleiter zu beauftragen, der sich professionell um das Thema kümmert. Die größere Baustelle sind dann aber die eigenen Mitarbeiter, die wegen mangelnder Zeit oder Verständnis sich dann anschließend nicht ausreichend um das Thema b2b Marketing kümmern.
    Was tun? Ich habe noch keine wirklich überzeugende Lösung gefunden und so wird das Thema dann abgetan: Na das bringt doch sowieso nichts – ist dann auch er einfachere Weg.

    Verfasst von Harald Weber | 04/02/2012, 23:44
    • Hallo Herr Weber, ja so ist es, es gibt noch keine eindeutige Lösung. Deshalb finde ich es umso wichtiger, sich als Unternehmen zumindest mit dem Thema auseinanderzusetzen.
      Am Ende kann auch immer die Entscheidung stehen, die Portale nicht zu nutzen. Oder die bewusste Entscheidung, sie einzusetzen und dann mit den richtigen und ausreichenden Ressourcen.
      Es bleibt spannend.

      Verfasst von Maren Köppen | 05/02/2012, 14:37
  4. Schöner Artikel, der von der Masse abweicht. Das stoische Wiederholen von Phrasen führt dazu, dass sogar das Handelsblatt schreibt, dass ein Unternehmen ohne Facebook nicht mehr existieren könnte….

    Auf jeden Fall ist der Kanal zweitrangig, erst mal müssen die Unternehmen ihre Hausafgaben machen. Und dazu gehört, zu definieren, wen man überhaupt erreichen will.

    Ein paar Gedanken von mir dazu:

    http://linkedinsiders.wordpress.com/2011/11/03/social-media-experten-erkennen-was-ist-ein-experte/

    Verfasst von LinkedInsider | 03/02/2012, 12:23
    • Hallo Herr Koß, danke für die Blumen.
      Ja, ich bin mittlerweile auch etwas gelangweilt oder besser irritiert über all die pauschalen Aussagen zu Social Media.
      Für mich steht außer Frage, dass Unternehmen sich mit Social Media auseinandersetzen sollten.
      Aber nicht, um unbedingt dabei zu sein, sondern um erst einmal zu überprüfen, ob Social Media ein sinnvolles Intrument sein kann.
      In meinen Workshops und Beratungen stelle ich immer erst einmal den möglichen Nutzen vor. Und das sachlich.
      Anschließend diskutieren wir – unter Berücksichtigung der Geschäftsausrichtung, der Unternehmensziele und der Zielgruppen – ob und wie Social Media
      das Unternehmen unterstützen kann. Erst nachdem wir unsere Hausaufgaben gemacht haben, gibt es eine Empfehlung. Und die ist nicht immer pro Facebook oder andere Portale.
      Ich folge bereits Ihren Blog und werde mich einmal durch Ihre Artikel lesen. LinkedIn ist für meine Kunden durchaus interessant.🙂
      Auf einen regen Austausch, ich freue mich.
      Maren Köppen

      Verfasst von Maren Köppen | 03/02/2012, 12:38

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